Beagle wird beim Tierarzt untersucht. Wie oft ist ein Beagle krank?
Beagle wird beim Tierarzt untersucht. Wie oft ist ein Beagle krank?

Wann ist ein Tierarztbesuch notwendig?

Wer seinen Hund beobachtet, dem fallen bereits kleine Unregelmäßigkeiten auf, die bereits ein Anzeichen einer Erkrankung sein könnten.

Ein Tierarztbesuch ist sicherlich nicht immer notwendig, doch wer sich unsicher ist, der sollte lieber einmal zu oft den Tierarzt aufsuchen, als einmal zu wenig.

Muss ich mit meinem Beagle zum Tierarzt?

Zu den besonderen Auffälligkeiten, die eine Erkrankung erkennen lassen könnten, gehören zum Beispiel:

  • Abgeschlagenheit
  • vermehrtes Trinkverlangen
  • Appetitlosigkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • vermehrtes Urinieren eventuell auch mit Blutanteil
  • Nasenausfluss oder tränende Augen
  • häufiges Kratzen am Ohr, Kopfschütteln, schiefe Kopfhaltung und/oder Ohrenausfluss
  • Veränderung des Fells
  • Hautschwellungen oder Juckreiz der Haut
  • Schmerzempfindlichkeit
  • stumpfe Verletzungen sowie offene Wunden
  • Lahmheit

Den Beagle gesund halten

Viel Bewegung und Auslauf
Viel Bewegung und Auslauf hält den Beagle gesund.

Der Beagle braucht viel Auslauf und Bewegung. Weil er zum übermäßigen Fressen neigt, sorgt Bewegung dafür, dass der Beagle nicht übergewichtig wird, welches oftmals wie beim Menschen Krankheiten nach sich zieht.

Eine gesunde Ernährung ist auch bei dem Beagle von großer Bedeutung. Ausreichend Vitamine und Nährstoffe sind in den meisten Fertigfuttern bereits ausreichend enthalten.

Spezielle Diätfutter helfen bei bestimmten Krankheiten, Futterunverträglichkeiten sowie bei Übergewicht.

Routineuntersuchungen beim Tierarzt sind notwendig, um die Gesundheit zu erhalten. Dazu gehören unter anderem auch die Impfungen. Geimpft wird gegen Staupe, Hepatitis, Tollwut, Leptospirose und Parvovirose.

Die genauen Impftermine für die Erst- und Wiederholungsimpfungen nennt jeder Tierarzt.

Bei den Impfungen kann direkt ein Check-up vorgenommen werden. So können manche Erkrankungen bereits frühzeitig erkannt und behandelt werden.


Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten Durchfall

Beagle Tierarzt
Bei schweren oder lang andauernden Symptomen sollte der Beagle zum Tierarzt.

Der Durchfall ist oftmals nur eine leichte Erkrankung, die sich bei dem Beagle eventuell durch Futterumstellung oder falsche Ernährung relativ schnell äußern kann.

Nur in wenigen Fällen ist bei dem Beagle mit einer ernsthaften Erkrankung zu rechnen. Von Durchfall spricht der Fachmann bereits, wenn sich der Kot in einer breiigen weichen bis flüssigen Konsistenz zeigt.

Zudem kommt es zu unkontrollierten Stuhlgängen. Doch auch bakterielle Infektionen, ausgelöst durch Parasiten oder Viren können Durchfall provozieren. In dem Fall zeigen sich meist begleitende Symptome wie Trägheit, stumpfes Fell und Gewichtsabnahme.
Erblich bedingte Darmerkrankungen betreffen normalerweise den Beagle nicht, aber psychische Störungen können beim Beagle ebenfalls zu dünnem Kotabsatz führen.
Bei Durchfall durch Vergiftungen ist oftmals Blut im Stuhl zu erkennen.

Durchfall behandeln

Die Behandlung hängt in erster Linie von der Schwere und Ursache des Durchfalls ab. Bei leichtem Durchfall mit ungefährlicher Ursache reicht es meist, den Beagle 2 Tage auf Diät zu setzen.

Das bedeutet leicht verdauliche Nahrung zu verabreichen, wie zum Beispiel gekochtes und knochenfreies Geflügel und Reis. Viel Wasser sollte dem Hund durch den Wasserverlust aufgrund des Durchfalls gegeben werden.

Pflanzliche Medikamente gegen Durchfall können nach Anleitung verabreicht werden. Ist nach zwei Tagen der Durchfall nicht wesentlich besser geworden, sollte der Arzt aufgesucht werden, um sicher zu stellen, dass es sich nicht um eine ernsthafte Erkrankung handelt.

Hat der Beagle besonders starken Durchfall mit eindeutigen weiteren Erkrankungssymptomen, sollte der Tierarzt sofort, spätestens aber nach 24 Stunden, aufgesucht werden.


Erbrechen deuten aufgrund möglicher Ursachen

Beagle Krankheiten - Lustlosigkeit Abgeschlagenheit
Lustlosigkeit oder Abgeschlagenheit können Gründe für eine Erkrankung sein.

Beim Beagle kommt es aufgrund seiner Futtergier öfter zum Erbrechen. Dies sind meist nur einmalige Aktionen nach dem hastigen Fressen von Beagles. Erbricht der Beagle dennoch in regelmäßigen Abständen, sollte der Tierarzt konsultiert werden, um eine Erkrankung auszuschließen beziehungsweise frühzeitig zu erkennen.

Liegt eine ernstzunehmende Erkrankung vor, sind in den meisten Fällen weitere Symptome bereits vor dem Erbrechen erkennbar. Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Schmerzempfindlichkeit des Oberbauches und Appetitlosigkeit können erste Anzeichen sein.
Das Verschlucken von Dingen führt ebenfalls zum Erbrechen. Röcheln, Husten und Würgen sind typische Symptome.

Bei einem Erbrechen mit schaumigen Sekret im Erbrochenen und Schaumbildung des Speichels, könnte eine Vergiftung vorliegen. In dem Fall ist sofort (!) der nächste Tierarzt zu kontaktieren.

Bei Erbrechen durch Parasitenbefall oder Viren wird sich dieser in einer Kontinuität äußern und sich nicht bessern. Das Erbrochene wird sich bis zu einer fast klaren und wässrigen Konsistenz entwickeln.
Magen- und Darmentzündungen, Verletzungen des Magens, Magenerkrankungen wie Geschwüre oder Krebs oder ein gedrehter Magen (absoluter Notfall!) kommen beim Beagle öfter vor. Eine Verschlimmerung des Gesamtzustandes wird das Erbrechen begleiten. Der Tierarzt ist dementsprechend zügig aufzusuchen. Weitere Ursachen für das Erbrechen bei Beagle könnten sein:

  • Lebererkrankung
  • Diabetes Melitus
  • Bauchspeichelentzündung ( Pankreatitis)
  • Hepatitis
  • Futterunverträglichkeit
  • psychische Gründe

Erbrechen beim Hund behandeln oder den Tierarzt aufsuchen?

Erbricht der Beagle ausschließlich und keine weiteren Symptome wie Fieber, Schaumsekretbildung oder Durchfall liegen vor, sollte der Beagle für 24 Stunden keine Nahrung erhalten. Obwohl Wasser den Brechreiz fördern kann, ist auf eine ausreichende Wasserzufuhr zu achten.
Erbricht der Hund nach 24 Stunden immer noch, beziehungsweise wird vermehrt klarer und wässriger Ausfluss erbrochen, sollte der Tierarzt aufgesucht werden.

Auf keinen Fall sollte auf Medikamente aus der Human-Medizin zurückgegriffen werden. Sie können für Hunde lebensgefährlich sein. Medikamente aus der Tiermedizin mit Wirkstoffen wie Chlorpromazin, Droperidol, Dramamin oder Metoclopramid sollten in jeder Hunde-Hausapotheke vorhanden sein.
Bei Begleiterscheinungen wie Blut oder Schaumbildung des Speichels, kontinuierliches Würgen und eventuell Kratzen am Hals, ist sofort der Tierarzt aufzusuchen.


Ohrenentzündungen – typisch für den Beagle

Ohrenentzündung Beagle
Durch die Schlappohren ist der Beagle gefährdet für Ohrenentzündungen oder Parasitenbefall. Regelmäßig Ohren kontrollieren!

Die Ohrenentzündung gehört zu den typischen Erkrankungen des Beagles. Dies ist den Schlappohren des Beagles geschuldet. Hier kann sich Sekret festsetzen und zu Entzündungen führen.

Auch das Eindringen von Fremdkörpern lässt eine Ohrenentzündung entstehen. Das Eindringen von Grashalmen und lange Haare im Ohr sind nicht selten die Ursache für Ohrenentzündungen.
Futter- oder Medikamentenunverträglichkeiten sowie die verschiedensten Allergien, können sich beim Beagle als Ohrenentzündung bemerkbar machen.

Die Ohrenentzündung äußert sich mit heftigem und oftmaligen Kopfschütteln, Schrägstellung des Kopfes, Kratzen am Ohr, Schmerzempfindlichkeit des Ohrs und meist liquid-artiger brauner oder gelblich-eitriger Ausfluss aus dem Ohr.
Ebenfalls durch die Schlappohren fühlen sich auch beim Beagle Parasiten im Gehörgang wohl. Milben beispielsweise, nisten sich nur zu gern dort ein. Die Symptome sind meist nur mit einem ständigen Kratzen verbunden.

Das Kratzen kann allerdings die Ohrmuschel weiter entzünden oder sogar blutige Wunden hervorrufen. Geschwollene Ohrmuscheln und extreme Rötungen bis hin zu allergischen Hautveränderungen sind Anzeichen für einen Milbenbefall.

Die Behandlung vom Ohrenentzündungen

Bei den ersten Anzeichen einer Ohrenentzündung sollte bereits der Tierarzt konsultiert werden. Dieser kann gezielt die Ursache feststellen und die effektivste Behandlung vorschlagen. Eine Spülung mit einer antiseptischen Lösung muss meist erfolgen, ebenso wie das Abtragen von Sekreten und Schmalz.

Entzündungshemmende Mittel, Antibiotika oder Salben mit Wirkstoffen gegen Parasiten, sogenannte Insektizide, werden je nach Ursache und Schwere der Ohrenentzündung in den Gehörgang eingebracht.
Im Anfangsstadium einer Ohrenentzündung ist diese schnell und problemlos zu behandeln. Ist die Ohrenentzündung bereits weiter fortgeschritten, hilft manchmal nur noch die operative Säuberung und Behandlung des betroffenen Ohres. Aufgrund des hohen Schmerzfaktors ist anders dem erkrankten Hund kaum zu helfen.
Die Nachbehandlung kann in der Regel eigenständig nach den Vorgaben des Tierarztes zuhause erfolgen.


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Typische Erb-Krankheiten von Beagles

Wichtiger Hinweis:

Auch wenn hier von typischen Erb-Krankheiten gesprochen wird, so darfst Du nicht davon ausgehen, dass Dein Beagle diese Krankheiten automatisch bekommt. Die meisten Beagle aus verantwortungsvoller Zucht werden ein gesundes und glückliches Leben haben. 

Der Beagle kann das Verhalten eines sogenannten Rückwärts-Niesen zeigen. Dabei wird Luft durch das Maul und die Nase eingezogen, welches den Anschein macht, der Hund ersticke und schnappe deshalb nach Luft. Eine Ursache dafür ist nicht bekannt. Ebenso wenig eine Behandlung. Da die Ursache nicht bekannt ist, kann auch nicht mit Sicherheit gesagt werden, dass dies eine typische Erb-Krankheit des Beagle ist.

Beagles sind anfällig für die Hound-Ataxie. Die Hound Ataxie ist eine neurologische Erkrankung, bei der das Rückenmark angriffen wird. Sie zeigt sich in Bewegungsstörungen, spastischen Lähmungen und eingeschränkten Haut- und Oberflächenreflexen, was sich aber nicht schmerzhaft auf den Hund auswirkt. Ist der Beagle daran erkrankt, sollten für den Notfall immer Medikamente griffbereit sein, die der Tierarzt verordnet hat.

Auch zeigt der Beagle vermehrt Veränderungen in den Bandscheiben auf. Für einen Bandscheibenvorfall scheint  beim Beagle eine Disposition zu bestehen.

Bandscheibenerkrankungen können große Schmerzen verursachen und führen mitunter sogar zu Lähmungserscheinungen. Um geschwächtes Knorpelgewebe zu unterstützen, kann Grünlippmuschelextrakt als Futterzusatz zum Einsatz kommen. Dieses Extrakt kann auch wunderbar vorbeugend eingesetzt werden.

Große Belastungen gilt es zu vermeiden. Ebenso sollte der Beagle eine sportliche Figur haben und keine Extrapölsterchen ansetzen. Hat Dein Beagle bereits Übergewicht, sollte dies der Gesundheit zu liebe reduziert werden.

Beagle können zu einer Hypothyreose neigen, die eine Schilddrüsenunterfunktion ausmacht.

Anzeichen für Hypothyreose:

  • Vermehrter Appetit
  • Vermehrtes Trinken
  • Fell- und/oder Hautprobleme (Haarverlust, trockene Haut, Infektionen)
  • Wundheilung ist gestört
  • Durchfall und Verstopfung im Wechsel
  • Kälteempfindlichkeit

Darüber hinaus ist der Hund leicht erregbar und sehr stressanfällig. Es kann zu Konzentrationsproblemen kommen oder der Vierbeiner ist nicht ansprechbar. Einige Hunde wirken träge und erschöpft oder sind nicht mehr so leistungsfähig wie früher.

Verhaltensänderungen beim Hund können mit Schilddrüsenproblemen im Zusammenhang stehen und sollten daher von einem Tierarzt mit einer Blutuntersuchung abgeklärt werden. Tabletten können zur Therapie eingesetzt werden und zeigen oft schnell Erfolge.

Ebenso scheint der Beagle gelegentlich anfällig für Augenerkrankungen wie Glaukom, Hornhautdystrophie oder Retina-Atrophien zu sein.

Funktionsstörungen des Tränen-Nasenganges sorgen beim Beagle vermehrt zu trocknen oder tränenden Augen.

Glaukom, auch Grüner Star genannt, verursacht dabei eine Erhöhung des Augeninnendrucks. Zustande kommt dies, wenn die Zirkulation des Kammerwassers gestört ist. Es ist eine sehr schwerwiegende Augenerkrankung und extrem schmerzhaft.

Anzeichen sind:

  • Tränende Augen
  • Blinzeln / Augen zusammenkneifen
  • gerötete Augen
  • Hornhaut wird milchig-trüb
  • Reiben des Auges am Boden oder mit der Pfote

Da der Beagle seine Sehfähigkeit einbüßen kann und es zudem sehr schmerzhaft ist, sollte ein Glaukom immer sehr zeitnah behandelt werden. Dabei wird der Augeninnendruck mit Medikamenten gesenkt. Auch Schmerzmittel und Entzündungshemmer kommen zum Einsatz. Manchmal ist eine Operation notwendig.

Die Hornhautdystrophie ist die Folge einer Stoffwechselstörung, die zu Ablagerungen bzw. Trübungen im Auge führt. Dies kann zu leichter bis starker Sehbeeinträchtigung führen. Normalerweise muss die erblich bedingte Krankheit nicht behandelt werden. Schmerzen oder Entzündungen sind bei diesem Krankheitsbild sehr selten.

Bei der Hüftgelenkdysplasie deformieren sich die Hüftpfanne oder der Oberschenkelhals. Die Hüftgelenkdysplasie ist eine erbliche Fehlbildung des Hüftgelenkes. Körperliche Überforderung und falsches Futter können das Entstehen oder Fortschreiten dieser Krankheit begünstigen!


Die Lafora – Krankheit beim Beagle

Bei Lafora handelt es sich um einen vererbten Gendefekt, der verantwortlich für eine progressive Epilepsie ist. Dies bedeutet, dass die Erkrankung mit fortschreitendem Alter immer offensichtlicher wird. Die epileptischen Anfälle werden zudem stärker und treten häufiger auf. Eine Mutation im NHLRC1 – Gen (auch EPM2B genannt) ist verantwortlich für neurotoxische Einschlüsse (sogenannte Lafora-Körper), die sich im Gehirn und dem Nervensystem einlagern. Diese Einschlüsse finden sich jedoch auch in anderen Organen.

Symptome von Lafora:

– Blindheit / schlechtes Sehen
– Krampfanfälle
– Muskelzittern
– Zuckungen (besonders Kopfbereich)
– Aggressionsverhalten / Stressanfälligkeit
– Inkontinenz (bei fortschreitendem Verlauf)
– Häufiges Blinzeln
– Demenz
– Umfallen / Hinlegen
– Koordinationsstörungen

Äußere optische oder akustische Reize (Blitzlicht, schnelle Bewegung, lautes Geräusch usw.) können einen Anfall auslösen. Der Beagle bleibt bei vollem Bewusstsein.

Neben den aufgeführten Symptomen, welche für die Lafora Krankheit sprechen, kann ein Gentest die Diagnose zuverlässig untermauern. Dafür wird eine EDTA-Blutprobe untersucht. Neben dem Beagle sind auch Dackel und Basset Hound von der Lafora Krankheit betroffen. Die Krankheit verläuft beim Beagle allerdings oft schwerwiegender.

Die Krankheit tritt häufig erst mit 6 oder 7 Jahren in Erscheinung und kann die Lebenserwartung verkürzen. Heilbar ist Lafora leider nicht. Die Lebensqualität der Hunde verschlechtert sich manchmal rapide, nachdem die ersten Symptome aufgetreten sind. Es erkranken nur Hunde, welche das mutierte Gen von beiden Elternteilen erhalten haben. Ein Hund mit nur einem mutierten Gen bleibt symptomfrei, kann die Krankheit allerdings weitervererben.


Vergiftung – Ein absoluter Notfall

Vergiftungen können sehr schleichend entstehen. Zum Beispiel durch die Aufnahme von gefährlichen Substanzen über einen längeren Zeitraum. Dies kann durchaus auch ungeeignetes Futter sein (Siehe Beagle Ernährung).

Während manche Gifte sofortige Wirkung zeigen, kommt es bei anderen zu einem zeitverzögerten Eintritt von Symptomen. Dies ist beispielsweise beim Rattengift der Fall, welches leider auch bei den gefürchteten Giftködern oft zum Einsatz kommt. Hier kann es sogar erst Tage nach der Aufnahme zu Vergiftungserscheinungen kommen.

Die folgenden genannten Symptome können, müssen aber nicht unbedingt auf eine Vergiftung hinweisen. Auch andere Krankheiten kommen bei diesen Anzeichen durchaus in Frage. Da jedoch oft jede Sekunde zählt, wenn Dein Beagle etwas Gefährliches gefressen hat, solltest Du bei Verdacht immer sofort einen Tierarzt aufsuchen. Viele Symptome treten übrigens in Kombination auf.

Anzeichen für eine Vergiftung:

  • Blut im Kot
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Starkes Speicheln
  • Blut oder Schaum im Erbrochenen
  • Blut im Urin
  • Zittern
  • Untertemperatur
  • Krämpfe
  • „Katzenbuckel“
  • Verengte oder stark geweitete Pupillen
  • Bewusstlosigkeit
  • Kreislaufprobleme (weißes Zahnfleisch/Mundschleimhaut!)
  • Lähmungen
  • Starke Unruhe
  • Sehr geschwächter Zustand
  • Apathie
  • Atemprobleme
  • Sehr unregelmäßiger Herzschlag

Doch nicht nur Giftköder stellen eine Gefahr für den Hund dar. Im Haushalt gibt es viele Substanzen, die dem Beagle gefährlich werden könnten. Dazu zählen beispielsweise Putzmittel, Dünger, Medikamente, Zigaretten, Alkohol, ungeeignete Lebensmittel und vieles mehr. 

Was tun bei Vergiftung?

  • Bleibe ruhig und gerate nicht in Panik.
  • Bringe den Hund sofort (!) in eine Tierklinik oder zum Tierarzt.
  • Löse kein Erbrechen aus.
  • Leg Deinem Beagle keine Maulschlinge an.
  • Wenn möglich, sammel etwas von der Substanz auf, welche aufgenommen/gefressen wurde (Handschuhe tragen oder wie beim Kotaufsammeln mit einem Beutel aufnehmen!)
  • Aufgesammelter Kot, Urin oder Erbrochenes kann im tiermedizinischen Labor ebenfalls Aufschluss über das Gift geben.
  • Wenn möglich, wickel den Beagle in eine Decke und halte ihn auf dem Transport warm.
  • Wurde das Gift vom Hund über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen, können Kohletabletten als Erste Hilfe Maßnahme verabreicht werden (Dosierung schon lange vor einem Notfall beim Tierarzt erfragen).

Die Hausapotheke für den Hund

Die Hausapotheke für den Hund ist ebenso wichtig zu besitzen, wie für den Mensch. Während der Mensch rund um die Uhr eine medizinische Versorgung im Notfall durch Krankenhäuser und Notfallärzte gesichert weiß, sind Tierärzte nicht unbedingt außerhalb der Praxisöffnungszeiten erreichbar. Darum ist es gut, wenn auch eine Tierklinik mit 24-Stunden-Service in der Nähe ist. Oder bringe in Erfahrung, welcher Tierarzt ansonsten Notdienst hat.

Daher ist eine Hausapotheke ein wichtiger Faktor, um im Notfall schnell erste Hilfe leisten zu können. Oder bekommt der Hund plötzlich Durchfall, zeigt Bauchmerzen oder erbricht sich?

Hier hilft eine gut sortierte Hausapotheke für die erste Behandlung, nimmt dem Hund den Schmerz und er fühlt sich besser. In jeder Hunde-Hausapotheke sollten diverse Dinge unbedingt vorhanden sein.

Dazu zählen:

  • Taschenlampe
  • warme Decke
  • Fieberthermometer
  • Vaseline um das Fieberthermometer einzufetten
  • Wundverband, sterile Mullkompressen, Verbandswatte, Mullbinden und selbstklebende, elastische Binden sowie Klebeband
  • Pinzette, Verbandsschere
  • steril verpackte Plastikspritzen zur Medikamentendosierung oder zum Absaugen
  • Einmalhandschuhe

Als medizinischen Vorrat für den Notfall empfiehlt sich ein Sortiment aus:

  • desinfizierender Wundsalbe
  • Jodtinktur zum Desinfizieren
  • Spüllösung für Augen und eine Augensalbe
  • blutstillender Puder für kleine Wunden
  • antiseptischer Seife
  • Kortisonmedikamente für allergische Hunde nach Anweisung des Tierarztes
  • Diazepamzäpfchen für epileptische Hunde nach Anweisung des Tierarztes
  • pflanzliche Medikamente gegen Durchfall
  • vom Tierarzt zusammengestellte Medikamente gegen Erbrechen

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Welche Krankheiten hatte Dein Beagle bereits? War eine Heilung möglich? Bitte hinterlasse einen Kommentar!

Dieser Beitrag hat 10 Kommentare

  1. Peter Ruzicka

    Wir habe unsere kleine aus der Tierrettung Bad Vilbel und wir lieben unser Lönschen sehr.
    Leider hat sie in der letzten Zukungen beim niesen geht sie teilweise rückwärts oder im schlaf ganz schlimm
    Ich würde gerne wissen wie ich ihr helfen kann.
    Mit freundlichem Gruß
    Peter Ruzicka

    1. BeagleHund.de

      Hallo Peter!

      Meinst du vielleicht das Rückwärtsniesen? Dies kann bei Hunden gelegentlich auftreten. Es sieht zunächst sehr schlimm aus: Der Hund röchelt, schnappt scheinbar nach Luft und man weiß als Besitzer nicht, ob der Vierbeiner noch Luft bekommt und was überhaupt los ist.

      Auslöser können sein:
      – starke Duftstoffe, wie Parfüm, Putzmittel oder Raumspray
      – Futter
      – der Hund ist sehr aufgeregt
      – Krankheiten

      Beobachte doch einmal, wann genau das Niesen und die Zuckungen auftreten. Vielleicht hast Du gerade geputzt oder Parfüm aufgetragen? Wenn Besuch ins Haus kommt?

      Was Du beim Rückwärtsniesen tun kannst:
      – Beruhige Deinen Hund.
      – Halte Deinem Hund für 2-3 Sekunden die Nase zu. Dies löst den Schluckreflex aus und das Rückwärtsniesen verschwindet.
      Wie geht es Deinem Hund nach so einem Anfall? Alles wie immer? Als wäre nichts passiert? Dann brauchst Du Dir keine weiteren Gedanken machen. In den meisten Fällen ist dieses erschreckende und oft nur wenige Sekunden lange Spektakel nicht gefährlich oder besorgniserregend.

      Du solltest Deinen Beagle aber besser einem Tierarzt vorstellen, wenn dieses Niesen sehr häufig vorkommt und nicht nur ein gelegentliches Ereignis ist. Du könntest versuchen, solch einen Anfall bzw. die Zuckungen zu filmen. So kann sich der Arzt noch ein besseres Bild von der Lage machen. Der Besuch in der Praxis soll Krankheiten und andere Probleme ausschließen.
      Alles Liebe,Vanessa

      PS: Zuckungen im Schlaf kommen bei vielen Hunden vor. Vermutlich träumt Euer Lönschen 🙂 Mein Hund zuckt/läuft auch manchmal, wenn er schläft

  2. Rosi Brass

    Hallo, mit großem Interesse habe ich den Artikel gelesen.
    Unsere Beagle-Hündin Inka ist im Mai stolze 15 Jahre alt geworden. Bis dahin hatte sie eigentlich keine wirklich schweren Erkrankungen. Klar, mal Ohrmilben 😩, mal hat sie es geschafft, an den Futtersack zu gelangen und hat sich total überfressen 🙈,vor 3 Jahren hatte sie eine heftige eitrige Entzündung am Schlappohr 😦, die operativ geöffnet werden musste.
    Im großen und ganzen war sie aber gesundheitlich sehr unproblematisch.
    Nun hat sie seit ca. 3 Monaten Arthrose….
    Zuerst dachte ich, sie habe einen Schlaganfall erlitten. Klar ist sie im Alter immer vorsichtiger gelaufen und nicht mehr sooo wild.
    Durch von jetzt auf gleich konnte sie kaum noch laufen.
    Sie bekommt nun kantableren gegen die Gelenkentzündung. Soweit ich sehen kann, geht es ihr bedeutend besser.
    Aber…….., seit ca. 3 Wochen kann sie ihre Ausscheidungen nicht immer kontrolliert beim Gassigang abgeben, sondern lässt einfach den Haufen, wo sie gerade steht, fallen. Scheinbar spürt sie es nicht mehr.
    Das ist nicht schön, für sie und auch für mich 😥.
    Da sie immer sehr gestresst ist beim Tierarzt, möchte ich ihr das eigentlich ersparen.
    Doch was tun????

    1. BeagleHund.de

      Liebe Rosi!

      Auch wenn es Deinen Beagle stresst, ein Gang zum Tierarzt ist auf jeden Fall angeraten. Je nach Ursache für die Inkontinenz, gibt es Medikamente, die Helfen können. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn das Problem durch Hormonveränderungen verursacht wird (z.B. zu wenig Östrogen). Es gibt auch andere Kranheitsbedingte Auslöser. Natürlich kann es ebenso sein, dass die Schließmuskel altersbedingt nicht mehr richtig funktionieren. Das kann aber nur in der Praxis herausgefunden werden.
      Wichtig für den Tierarzt wäre auch zu wissen, ob dauernd Kot und/oder Urin verloren wird oder doch eher größere Mengen abgesetzt werden. Steht Deine Hündin und macht ihr komplettes Häufchen oder kommt immer mal wieder etwas? Passiert es auch zu Hause?
      Je nach Wohnsituation kannst Du Deine Beagle-Hündin unterstützen. Geht häufiger und dafür kürzer nach draußen. Also statt einem sehr ausgedehnten Spaziergang lieber mehrmals raus, damit dort Häufchen und Bächlein gemacht werden können. Habt Ihr einen Garten, dann den Hund so oft es geht dort hinauslassen oder die Tür öffnen, wenn er sich davor setzt.
      Für die Schlafplätze kannst Du große waschbare Wickelunterlagen (Matratzenauflage/Betteinlage/Inkontinenzauflage etc.) verwenden. Es gibt auch Einwegartikel.
      Ebenso wäre es möglich, im Haus (Bad, Balkon etc.) eine Hundetoilette aufzustellen. Eine niedrige Box gefüllt mit Sand tut es auch. Dies funktioniert bei Hunden gut, die nicht lange einhalten können und schnell einen Platz zum Lösen brauchen. Gut für Menschen, die beispielsweise in einer Etagenwohnung wohnen und nicht „mal eben schnell“ mit dem Vierbeiner nach draußen können.
      Wenn immer mal wieder kleinere Mengen Kot verloren werden, helfen auch Windeln. Diese gibt es als Einwegartikel oder waschbare Modelle. Wichtig wäre auch, die Hündin immer schön sauber zu halten, denn sie findet es vermutlich auch sehr blöd, wenn ihr ein Malheur passiert.
      Mehr Tipps kann ich Dir leider nicht geben, denn das muss sich wirklich erstmal ein Tierarzt ansehen. Um Krankheiten auszuschließen und evtl. eine medikamentöse Behandlung einzuleiten.
      Ich wünsche Euch alles Gute, schnelle Besserung und noch eine schöne gemeinsame Zeit.
      Liebe Grüße,
      Vanessa

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